„ null Alkohol heißt nicht gleich null Lebensfreude“ war das Motto bei der Teilnahme vom Freundeskreis Westerwald Verein für Suchtkrankenhilfe.
„ Kannst Du meinem Papa helfen? Er trinkt so viel!“, das war noch vor der offiziellen Eröffnung mein Kontakt mit einem etwa 10jährigen Mädchen. Doch bevor ich antworten konnte hatte die Mutter das Kind schon fortgezerrt.
Keine ungewöhnliche Szene in einer Suchtfamilie. Alles dafür tun, dass das Familienproblem geheim bleibt. Leider sind die Kinder das schwächste Glied in dem Familiensystem.
Dieser flehende Blick hat mich den ganzen Tag begleitet.
Sollte die Mutter diese Zeilen lesen, meine Bitte: informieren Sie sich unter www.freundeskreis-westerwald.de über unsere Hilfsangebot.

Ansonsten war die Gesundheitsmesse für den Freundeskreis Westerwald wieder eine gute
Plattform sich zu präsentieren. Viele konstruktive Gespräche und Diskussionen über Sucht wurden geführt. „ Sollte Alkohol verboten werden? Würde damit das Problem gelöst? Drogen sind verboten und trotzdem gibt es so viele Drogenabhängige. Wie sieht es mit dem Vorleben der Erwachsenen aus? Vorbild für unsere Jugendlichen? Muss die Alkoholwerbung bei Sportveranstaltungen sein? ….
Auch wenn einige Besucher etwas scheu an unserem Stand vorbei gingen, für uns war es eine gelungene Veranstaltung.
Achim Schmidt, Freundeskreis Westerwald Gruppe Bad-Marienberg
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