22. Selbsthilfetag in Neuwied   15.09.2018

Sehr ansprechend hatten die Freundinnen und Freunde der Gruppe Dierdorf den Stand vom Freundeskreis Westerwald zum 22. Selbsthilfegruppentag in Neuwied unter dem Motto:

 „EINER FÜR ALLE, ALLE FÜR EINEN“

hergerichtet.

Danke dafür.

Das ist Öffentlichkeitsarbeit die im Verein geleistet werden muß.

Es gibt Hilfe für jeden einzelnen der ein Suchtproblem hat, der mit einem Abhängigen zusammen lebt, oder vielleicht in einer momentanen Krise steckt.

Der selbstgebastelte Suchtbaum war ein Publikumsmagnet. Er wurde auch oft als Fotoobjekt benutzt.

Pressemitteilung:

Das Foyer des Elisabethkrankenhauses  verwandelte sich zum 22. Selbsthilfetag unter dem Motto „Einer für Alle“ „Alle für Einen“  in eine bunte Ausstellungsfläche. 19 Selbsthilfegruppen und selbsthilferelevante Vereine aus Stadt und Landkreis Neuwied, die sich mit gesundheitlichen Problemen beschäftigen, hatten ihre Stände aufgebaut, um den Besuchern vielseitiges Infomaterial anzubieten und gleichzeitig als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Nicht nur für Besucher die von außerhalb kamen, sondern auch für  Patienten des Elisabeth Krankenhauses war dieses Angebot der Information sehr wichtig“, betont Jens Arbeiter, Koordinator der Neuwieder Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfe (Nekis). Die 19 Selbsthilfegruppen deckten ein breites Spektrum an Krankheiten und Beratungsangeboten ab. Angefangen bei psychischen Erkrankungen für Betroffene und Angehörige , Schlafapnoe und Alkoholismus über Kehlkopfoperierte, Parkinson, Aphasie, Adipositas, Darmerkrankung und viele weitere mehr boten die Gruppen umfangreiche Informationen für Patienten, Betroffene und Angehörige.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von dem Schirmherr Herrn Landrat Achim Hallerbach  und  der  Mundharmonikagruppe „Strich-Punkt – ohne Noten“ der Selbsthilfegruppe Hirnaneurysma aus Wirges. Vor dem Hintergrund, dass die Mitglieder der Musikgruppe bis vor wenigen Jahren noch alle schwerst erkrankt waren und teilweise im Koma lagen, zeigten sich Ehrengäste und Publikum sehr beeindruckt von der Leistung dieser Menschen. Hier wurde wieder einmal deutlich, was Selbsthilfe bewirken kann.

Die Bedeutung von Selbsthilfe für die gesundheitliche und soziale Versorgung der Bevölkerung hat in den letzten Jahren ständig zugenommen

Sie ist eine wertvolle Ergänzung überall dort, wo professionelle Angebote an Grenzen stoßen. Dabei sind wir keinesfalls am Ende der Entwicklung angelangt, die Bedeutung von Selbsthilfe wird weiter wachsen betonte der Landrat.

Immer mehr Menschen sehen den Anschluss an eine Selbsthilfegruppe als eine Möglichkeit, mit ihren Problemen umzugehen. Die gemeinsame Betroffenheit ist es, die oftmals motiviert, in der eigenen Sache aktiv zu werden und die Isolation zu überwinden. Selbsthilfegruppen sind eine unverzichtbare Säule im Gesundheits- und Sozialsystem.

Ein wichtiges Anliegen der Gruppen ist es, durch Präsenz ihrer Selbsthilfearbeit die Akzeptanz sowohl in der Öffentlichkeit, als auch im Gesundheits- und Sozialbereich zu erhöhen und zu festigen.

Vertreter von Selbsthilfegruppen gaben Einblicke in ihre Themen und stellten ihre Arbeitsweise und Ziele vor. Sie beantworteten Fragen und standen für weitere Informationen zur Verfügung. Besucher bekamen Informationen aus erster Hand. Betroffene und Angehörige berichteten von ihren Erfahrungen mit Therapiemethoden, gaben Tipps für die Alltagsbewältigung und klären auf, in welcher Form eine Selbsthilfegruppe helfen und unterstützen kann.

Veranstalter war die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe „Nekis“ des Caritasverbandes Neuwied.

Näheres zur Veranstaltung und Informationen zu Selbsthilfegruppen sind erhältlich bei Nekis, im Gesundheitsamt Neuwied, Tel: 02631 / 803 797, Email: nekis.caritas@kreis-neuwied.de


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